Interessantes/ Häufige Fragen:

1. Ich möchte Ju-Jutsu lernen. Was muss ich machen, um einzusteigen?

Einfach vorbei kommen!

Beim VFL Wolfsburg e.V. ist jeder herzlich willkommen!

Am besten schaust du einfach zu einer der Trainingszeiten mal rein!

Bring Sporthose oder Trainingshose (kurz/ lang ist egal) und T-Shirt mit. Dann kannst du, wenn du willst gleich mitmachen!Wer erstmal nur zuschauen möchte, kann dies natürlich auch!

Sportschuhe brauchst du nicht- beim Ju-Jutsu trainiert man barfuß.

Ein Paar Badelatschen für den Weg von der Umkleidekabine zum Dojo und etwas zum Trinken (am Besten Wasser) ist ratsam.

 

2. Muss ich mich gleich anmelden?

Nein. Natürlich muss man erst einmal den Sport die Umgebung und die Menschen (uns) kennen lernen.

Daher kann jeder einige Übungsstunden mitmachen und sich in aller Ruhe entscheiden, ob er beitreten will oder vielleicht auch nicht.

 

3. Wie sieht der Einstieg aus?

Als Neuling wird man nicht gleich überfordert. Die Trainer verlangen nicht, dass man alles gleich voll mitmachen kann. Jeder trainiert nach seinen Fähigkeiten mit und steigert sich in seinem eigenem Tempo mit der Zeit. Daher ist es völlig okay, wenn am Anfang nicht alles gelingt. Darum ist es auch egal, ob du jung, alt, groß klein, dick oder dünn bist. Der Trainer gibt grundsätzlich verschiedene Aufgaben und Übungen zum trainieren vor (je nach Graduierung und Fähigkeit).

 

4. Ich habe mich entschieden- was muss ich tun, um mich anzumelden?

Die Gruppe in der ich trainiere, gehört zur Sparte Judo/ Ju-Jutsu des VFL Wolfsburg e.V.

Du musst dich also beim VFL Wolfsburg e.V. als Mitglied anmelden.

Das kannst du in der Geschäftsstelle des VFL im Elsterweg 5 machen, oder du lädst dir das Formular von der offiziellen Homepage des VFL Wolfsburg e.V. (www.vfl-wob.de) herunter und

sendest es per Post ausgefüllt an die Geschäftsstelle.

Natürlich kannst du das Formular auch vom Trainer bekommen, wenn du beim Training vorbei schaust. Du kannst es dann

ausgefüllt dem Trainer mitgeben, der deinen Beitritt der Geschäftsstelle meldet.

 

5. Was für Kosten kommen auf mich zu, wenn ich Ju-Jutsu beim VfL betreiben möchte?

Die aktuellen Preise entnimmst du besser den Angaben auf der offiziellen Homepage des Vereins (www.vfl-wob.de). Ermäßigte Beiträge gibt es z.B. für Kinder / Jugendliche/ Schüler oder Studenten.

 

Der Verein erhebt zusätzlich eine Aufnahmegebühr, die einem monatlichen Grundbeitrag entspricht.

 

Einige Abteilungen erheben auch noch Zusatzbeiträge. Die Höhe ist aber von Sparte zu Sparte (Sportart) unterschiedlich.

Derzeit erhebt die Judo/ Ju-Jutsu-Sparte einen Zusatzbeitrag

für Erwachsene von 1,50€ und für Kinder von 1,00€ pro Monat.

 

Die Beträge werden vierteljährlich vom Konto abgezogen.

 

Eventuelle Lehrgänge kosten extra.

Die Teilnahme an einem Bezirkslehrgang kostet meist 10,00 bis 15,00€.Bundeslehrgänge meist 15,00€.

 

Da unser Verein Mitglied in dem Verband DJJV ist, werden jährlich Verbandsbeiträge fällig.

Diese müssen die Mitglieder zahlen. Der Verein zahlt allerdings derzeit einen Zuschuss dazu.

Als Nachweis, dass man seinen Verbandsbeitrag gezahlt hat, erhält man eine Beitragsmarke. Diese wird in den Sportlerpass (Ju-Jutsu-Pass) eingeklebt.

Die Marken kosten 22,-€ im Jahr, wobei der

Verein diese Verbandsbeiträge derzeit bezuschusst und zwar für Erwachsene mit

10,-€ und für Kinder mit 15,-€. Ohne diese Jahressichtmarken ist eine Prüfung oder die Teilnahme an einem Wettkampf nicht möglich.

Der Pass (Ju-Jutsu-Ausweis) kostet derzeit einmalig 8,00€ für den Pass selber. Dazu kommt dann noch der Preis für die erste Jahresbeitragsmarke.

 

Zuletzt kosten die Prüfungen auch noch extra.

Wer also eine Gürtelprüfung ablegen will, der hat

dafür eine Prüfungsgebühr zu zahlen, die von der angestrebten Graduierung abhängt.

Für Prüfungen vom 5. bis zum 3. Kyu werden ca. 10,-€ fällig und die Prüfungen zum 2. und 1. Kyu etwa 30,-€.

 

Normalerweise stellt man sich jedes Jahr einer Prüfung.

 

6. Und was ist, wenn ich wieder austreten möchte?

Der VFL Wolfsburg e.V. akzeptiert Kündigungen zum 30. Juni oder 31. Dezember eines Jahres. Dabei muss man eine Kündigungsfrist von drei Monaten einhalten. 

 

7. Ist Ju-Jutsu auch für Frauen geeignet?

Ja. Ju-Jutsu ist Selbstverteidigung. Die effektiven Techniken, die gelehrt werden, können auch von Frauen oder Personen mit wenig Kraft oder geringer Körpergröße etc. angewendet werden. Dabei nutz man zum Teil Nervendruckpunkte oder die Kraft des gegnerischen Angriffes. Darum können auch Frauen problemlos diesen Sport betreiben und sind beim VfL Wolfsburg e.V. herzlich willkommen.

 

8. Gibt es Einschränkungen/ für wen ist Ju-Jutsu nicht geeignet?

Ju-Jutsu eignet sich nicht für Menschen mit Problemen an der Wirbelsäule und den Bandscheiben.

 

Da oft Hebeltechniken eingesetzt werden, sollte man bei Gelenkproblemen vorher bei seinem Arzt nachfragen.

 

9. Wo erhalte ich mehr Informationen über eine Mitgliedschaft?

Schau einfach auf der Homepage des VFL Wolfsburg e.V. nach. Den Link findest du auch in unserer Linksammlung (www.vfl-wob.de),

 

oder Du fragst in der Geschäftsstelle nach:

 

VfL Wolfsburg e.V.
Elsterweg 5
38446 Wolfsburg
Tel.: (0 53 61) 8 51 70
Fax: (0 53 61) 5 27 85
Email: verwaltung@vfl-wob.de
VfL WOLFSBURG e.V. (vfl-wob.de)

 

 

10. Wie sollte die Ausrüstung aussehen, die wir als Ju-Jutsuka benötigen und was kostet die:

 

1) Der Gi:

Beim Ju-Jutsu wird ein "Gi" getragen.

Ein Gi ist ein Anzug mit einem Gürtel in entsprechender Farbe des erreichten Grades.

Der Gi ist meistens weiß und aus Baumwolle.

 

Die günstigsten Anzüge kosten ca. 40,00€, sehr teurere liegen so bei 150,00€. Ein Gürtel kostet 6,00 bis 15,00€.

Es gibt mittlerweile Anzüge in den verschiedensten Farben und Mustern. Auf Lehrgängen ist es aber gern gesehen, wenn man einen weißen Gi trägt.

Prüfungen werden grundsätzlich mit einem weißen Gi absolviert!

 

2) Stock:

ca. 60cm lang (50cm mindestens, höchstens 100cm).

ca. 2cm im Durchmesser.

Aus Holz, Rattan oder Kunststoff (Achtung: Brüchige Materialien vermeiden).

Zum Schutz von Splitterwirkung evtl. mit einer Lage Klebeband umwickelt.

Wer möchte kann im Griffbereich rutschhemmende Klebebänder anbringen.

Ein Besenstiel, durchgesägt und die Kanten verrundet, reicht aber vollkommen aus.

 

3) Messer:

Holz- und Kunststoffmesser sind o.k.

Messer aus abgerundetem Aluminium auch.

Für Anfänger sicherer sind Gummimesser, die auch wirklich nachgeben, wenn man zustößt.

Solche Trainings-Gummimesser sind schon ab ca. 5,00€ zu haben.

Nachteil: Sie hinterlassen manchmal auf dem weißen Gi schwarze Streifen.

Bei Übungen für Fortgeschrittene sollten solche Gummimesser dann aber gegen feste Messer ausgetauscht werden. Hintergrund: Gummimesser sind zwar sicher, lassen aber einige Entwaffnungsübungen nicht zu, da Sie sich wegbiegen (was bei einem echten Messer nicht passieren würde).

Ich benutze darum derzeit ein Alumesser.
 
4) Kette:
Die Kette sollte für den Anfang aus Kunststoff sein und ca. 80cm bis 1m lang sein. Fortgeschrittene sollten für einige Entwaffnungstechniken eine leichte, aber stabile Kette aus Stahl nehmen, da die Kunststoffketten manchmal reißen, wenn man Techniken probiert, wo Kraft eingesetzt wird.

 

5) Handschützer:

Handschützer sollten in zwei Ausführungen vorliegen.
Erstens ein Boxhandschuh, der geschlossen ist, für das Sparring und die Boxtechniken.
Zweitens ein Handschutz, der es erlaubt, zu greifen. Dafür eignen sich sehr gut Handschützer, wie Sie vom Karate bekannt sind, da die eine ausreichende Polsterung haben, um den Partner zu schützen.
Handschuhe, wie Sie vom MMA bekannt sind, sind meistens zu hart für das normale Training, da die Polsterung dünner ist. Auch wenn man hiermit sehr gut greifen kann, ziehe ich die Karatehandschuhe vor!

 

6) Tiefschutz:

Jungen und Männer sollten zum Sparring und beim Üben spezieller Techniken einen Tiefschutz tragen, um den Genitalbereich zu schützen.

Bei Wettkämpfen und manchen Lehrgängen ist das Pflicht, ebenso bei Jugendwettkämpfen.

 

7) Zahnschutz:

Wer Boxtraining macht und mal etwas realistischer im Sparing agieren will, der braucht einen Zahnschutz!
Die Dinger sind nicht teuer, ca. 5,- bis 15,-€.

8) Schuhe:

Die allermeisten Ju-Jutsuka trainieren barfuß, was ein spezielles Schuhwerk unnötig macht! Bei uns ist das die Regel!
Wettkämpfe und Prüfungen werden grundsätzlich barfuß und in einem weißen Gi absolviert.
Spezielle Mattenschuhe gibt es. Man sollte aber nachfragen, ob es akzeptiert ist, diese auf fremden Matten zu tragen. Manche Matten erhalten Streifen durch die Sohle oder nehmen Schaden, weshalb man vorher immer erst fragen sollte, ob Mattenschuhe im jeweiligen Dojo erlaubt sind!

 

11. Wie oft macht man Prüfungen und was muss ich darüber wissen?

Im Durchschnitt nimmt ein Sportler an einer

Prüfung pro Jahr teil.

Nach Absprache mit dem Trainer sind auch 2

Prüfungen möglich. Die Kyu-Grade 6 (weiß = Anfänger) bis 3 (grün) werden bei uns im Dojo abgenommen.

Die Schülergrade 2 (blau) bis 1 (braun=höchster Kyu-Grad) werden auf deiner Bezirksprüfung abgenommen, das heißt von mindestens zwei DAN-Trägern auf der Bezirksebene.

Die Dan-Prüfungen (Meistergrade) werden von mindestens drei DAN-Trägern geprüft und können auf Bezirks- Landes- oder Bundesebene stattfinden.

 

Für eine Prüfung muss eine Prüfungsgebühr laut Preisliste des NJJV entrichtet werden.

Derzeit ca. 10,00€ für die untersten Schülergrade und 30,-€ für die

höheren Schülergrade beträgt. 

 

12. Bin ich während des Trainings versichert?

Ja. Als Mitglied des VFL-Wolfsburg e.V. ist man über die Sportversicherung der Vereins abgesichert.

Buchempfehlung:

Das "Ju-Jutsu 1x1"

ISBN: 9783982130354 (Ausgabe 2024, blaues Cover)

Herausgegeben vom Deutschen Ju-Jutsu-Verband e.V. (DJJV)

 

Das Buch behandelt u.a.:

Die Prüfungsordnung

Die Prüfungsprogramme vom 5 Kyu bis zum 5. Dan

Gewaltprävention

und die Geschichte und Erklärung des Ju-Jutsu 

Der Begriff Ju-Jutsu:

„Ju“ bedeutet nachgeben oder ausweichen

„Jutsu“ bedeutet Kunst oder Kunstgriff

Ju-Jutsu ist also wörtlich die Kunst, durch nachgeben bzw. ausweichen mit der Kraft des Angreifers zu siegen.

Falls erforderlich, kann ein Angriff jedoch auch in direkter Form mit „Atemi-Techniken“ (Schlag-, Tritt- und Blocktechniken) abgewehrt werden. Alle Angriffe werden in harter oder weicher Form nach dem Prinzip der Verhältnismäßigkeit genutzt. Die freie Übersetzung von Ju erfolgt somit besser mit „flexibel“, Ju-Jutsu ist die Kunst, flexibel und vielseitig auf einen Angriff zu reagieren.

Die Geschichte des Ju-Jutsu:

Ju-Jutsu hat seine Wurzeln im Jiu-Jitsu.

 

Jiu-Jitsu war eine Kampfkunst der Samurai, die einen Weg suchten, den Kampf auch nach verlorener Waffe noch fortführen zu können.

 

Durch Seefahrer wurde das Jiu-Jitsu um die Jahrhundertwende mit Ringergriffen und Boxschlägen vermengt und nach Europa „importiert“.

 

Dieses Jiu-Jitsu wurde von Erich Rahn 1906 in Deutschland eingeführt, als er in Berlin die erste Jiu-Jitsu-Schule gründete.

1922 folgten u.a. die Altmeister Alfred Rhode in Frankfurt/ Main und Otto Schmelzeisen in Wiesbaden mit Vereinsgründungen. Sie waren die deutschen Pioniere des Ju-Jutsu und Judo.

 

1945 wurde das Jiu-Jitsu nach einem einheitlichen Konzept in Ju-Jutsu umbenannt.

 

Hochgraduierte Dan-Träger wurden 1967 damit beauftragt, die Voraussetzungen für eine effektive, moderne Selbstverteidigung zu erarbeiten. Das ist unter der Federführung von Fanz-Josef-Gresch und Werner Heim gelungen. Auftraggeber war das Bundesinnenministerium, das für Polizei, Zoll, Justiz und Streitkräfte ein effektives, stiloffenes und stilübergreifendes System der waffenlosen Selbstverteidigung suchte.

 

1969 wurde das aus dem Konzept entstandene, überarbeitete Programm offiziell eingeführt.

 

Ursprünglich war das JuJutsu ebenso wie Karate eine Untergruppe im Deutschen Judo Bund. Seit Anfang der 90er Jahre ist JuJutsu in einem eigenem Verband, dem Deutschem JuJutsu Verband e.V. (DJJV e.V.) organisiert. Der DJJV e.V. ist Mitglied im Deutschen Sportbund.

 

JuJutsu wird beim VfL Wolfsburg e.V. seit 1993 angeboten.

 

Heute ist JuJutsu ein dienstliches Pflichtfach der Polizei der Länder, des Bundesgrenzschutzes und der Justizbehörden.

 

Im Jahr 2000 wurde das bestehende System durch Elemente des Ringen, Thaiboxen und Stocktechniken erweitert.

 

Was bedeuten die Gürtelfarben?

 

Die Schülergrade

6.Kyu = Gürtelfarbe weiß, Anfängergrad

5. Kyu = Gürtelfarbe gelb, Unterstufe

4. Kyu = Gürtelfarbe orange, Unterstufe

3. Kyu = Gürtelfarbe grün, Mittelstufe

2. Kyu = Gürtelfarbe blau, Mittelstufe

1.Kyu = Gürtelfarbe braun, Oberstufe

Die Meistergrade

1. bis 5. Dan = Gürtelfarbe schwarz

6. bis 8. Dan = Gürtelfarbe rot-weiß

9. und 10. Dan = Gürtelfabe rot

Wie man einen Gürtel richtig bindet:

Wie man den Gürtel (Obi) richtig bindet- darüber gibt es verschiedene Ansichten.

 

Es gibt mindestens vier verschiedene Wege, es zu tun, die alle unterschiedliche Ursprünge haben, z.B. die Japanische Art oder die chinesische Art.

 

Wie die akzeptierte Art und Weise in deinem Dojo aussieht, solltest du einfach erfragen.

 

Besonders empfiehlt es sich, sich schlau zu machen, welche Bindung der Prüfer, bei dem man eine Prüfung ablegt, fordert (erfahrene Kollegen fragen). Z.B. legen manche Prüfer darauf wert, dass sich zu einer Prüfung der Gürtel im Rücken nicht kreuzt, sondern die Lagen übereinander verlaufen.

Bei Wettkämpfen sollte der Knoten so gebunden sein, dass er vorne eine Raute bildet.